Chrysonilia

(auch bekannt als Neurospora oder "Roter Bäckerschimmel") ist eine Gattung schnell wachsender Schimmelpilze, die in der Regel als Kontaminante angesehen wird und von untergeordneter pathogener Bedeutung ist. Die größte Gefahr, die von ihr ausgeht, liegt in ihrem allergenen Potenzial, das bei manchen Menschen Atemwegserkrankungen wie Asthma auslösen kann. 

Was ist Chrysonilia?

Bezeichnung: Chrysonilia wird umgangssprachlich oft als "Roter Brotschimmel" oder "Roter Bäckerschimmel" bezeichnet, da die Kolonien auf Mehl, Backwaren und anderen kohlenhydrathaltigen Materialien rötlich bis orange erscheinen können.
Vorkommen: Der Pilz benötigt feuchte Umgebungen und findet sich daher häufig in Küchen, Bädern, auf Lebensmitteln, Futtermitteln, aber auch auf Holz und in der Umgebungsluft.
Wachstum: Charakteristisch ist sein extrem schnelles Wachstum; Kolonien können innerhalb eines Tages einen Durchmesser von mehreren Zentimetern erreichen. Dies macht ihn auch in Laboren zu einer gefürchteten Kontamination.
Formen: Chrysonilia ist die asexuelle Form (Anamorph) der Gattung Neurospora. 

Wie gefährlich ist Chrysonilia?
Im Vergleich zu anderen Schimmelpilzen wie dem hochgiftigen Schwarzschimmel (Stachybotrys spp.) gilt Chrysonilia als weniger gefährlich. Bisher wurden keine Mykotoxine (Pilzgifte) nachgewiesen, und Infektionen bei gesunden Menschen sind selten. 

Die Hauptgefahren sind:

Allergische Reaktionen: Dies ist das häufigste gesundheitliche Problem. Das Einatmen der Sporen kann allergische Reaktionen, Husten, Niesen und allergisches Asthma auslösen, insbesondere bei Personen mit bestehenden Allergien oder Atemwegserkrankungen. Es wurde auch als Ursache für berufsbedingtes Asthma bei Bäckern, Holzfällern oder Kaffee-Dispensierern identifiziert, die regelmäßig hohen Konzentrationen ausgesetzt sind.
   
Infektionen (selten): In sehr seltenen Fällen, meist bei immungeschwächten Personen oder bei direktem Eindringen in den Körper (z.B. durch Wunden, Katheter oder Augeninfektionen), kann der Pilz Infektionen verursachen.

Wirtschaftliche Schäden: Die schnellen Wachstumseigenschaften führen oft zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden durch die Zerstörung von Lebensmitteln oder Kontamination von Laborkulturen. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Chrysonilia keine akute, hochtoxische Gefahr darstellt, aber aufgrund seines allergenen Potenzials bei Kontakt Gesundheitsprobleme verursachen kann. Wie bei jeder Art von Schimmelbefall ist es ratsam, ihn umgehend zu entfernen und die Ursache der Feuchtigkeit zu beheben, um die Sporenbelastung in der Raumluft zu minimieren.