Aspergillus flavus (Gelber Schimmel)
gilt als einer der gefährlichsten Schimmelpilze weltweit. Während er für Gesunde meist harmlos ist, birgt er für bestimmte Personengruppen und durch seine Stoffwechselprodukte extreme Risiken.
1. Hochgiftige Aflatoxine
Der Pilz produziert Aflatoxine, die zu den stärksten natürlich vorkommenden Giften zählen. Krebserregend: Sie können das Erbgut schädigen und insbesondere Leberzellkarzinome auslösen. Lebensmittelgefahr: Der Pilz befällt häufig Nüsse, Mais und Getreide. Bereits geringe Mengen können bei chronischer Aufnahme zu Leberschäden führen.
2. Invasive Aspergillose
Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Vorerkrankungen der Lunge (z. B. COPD, Asthma) kann der Pilz eine lebensbedrohliche Infektion auslösen.
Eine invasive pulmonale Aspergillose hat eine Sterblichkeitsrate von über 60 %. Typische Symptome sind Fieber, Brustschmerzen, Atemnot und Bluthusten.
3. Schimmel in Wohnräumen
Tritt der Pilz als gelber Schimmel an Wänden auf, ist er aufgrund der Sporen- und Toxinfreisetzung gesundheitsgefährdend. Allergien, er kann chronische Bronchitis, Asthma sowie Reizungen von Augen und Haut verursachen. In schweren Fällen können Bewusstlosigkeit oder Entwicklungsstörungen bei Säuglingen auftreten.
Aspergillus flavus gelangt meist unbemerkt in Wohnräume, da seine Sporen in der Außenluft und im Boden allgegenwärtig sind. Sobald er im Haus ideale Bedingungen vorfindet, beginnt er zu wachsen. Die Hauptgründe für sein Vorkommen in Wohnungen sind:
1. Hohe Feuchtigkeit
Wie alle Schimmelpilze benötigt er Wasser zum Wachsen. In Wohnräumen entsteht diese Feuchtigkeit oft durch bauliche Mängel wie undichte Rohre, Wasserlecks oder schlechte Dämmung, die zu Kondenswasser an kalten Wänden führt. Ebenso wie falsches Lüften, zu hohe Luftfeuchtigkeit in Räumen wie Bad oder Küche bietet dem Pilz die nötige Lebensgrundlage.
2. Vielfältige Nahrungsquellen. Aspergillus flavus ist nicht wählerisch und besiedelt verschiedene Materialien im Haushalt. Er wächst bevorzugt auf Tapeten, Holz, Papier und sogar in den feuchten Ecken von Silikonfugen oder Fliesen. Polstermöbel, Baumwollstoffe und Schaumstoffmatratzen dienen ihm als Nährboden. Er wird auch oft über kontaminierte Nüsse, Getreide oder Gewürze eingeschleppt und kann sich bei falscher Lagerung in der Speisekammer ausbreiten.
3. Organisches Material in der Wohnung. Auch scheinbar harmlose Dinge können Quellen sein, z.B. Blumenerde. Besonders in ständig feuchter Erde von Zimmerpflanzen fühlt sich der Pilz wohl. In schlecht gereinigten Bereichen können organische Partikel im Staub als Nahrung dienen.

