Stachybotrys chartarum
gilt als besonders gefährlicher Schimmelpilz, da er potente Mykotoxine (Pilzgifte) produziert, die er in die Umgebung abgeben kann. Eine Exposition kann eine Vielzahl von gesundheitlichen Problemen verursachen. Die Gefahren entstehen hauptsächlich durch das Einatmen der Sporen und Mykotoxine oder durch Hautkontakt. Die Symptome können je nach Empfindlichkeit der Person und Expositionsdauer variieren.
Atemwegsprobleme: Husten, pfeifende Atemgeräusche, Engegefühl in der Brust, Atemnot, chronische Bronchitis, Asthma und in seltenen Fällen sogar Lungenbluten (besonders bei Säuglingen).
Allergische Reaktionen: Niesen, tränende und gerötete Augen, Hautreizungen, Hautausschläge und Juckreiz.
Neurologische Symptome: Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Konzentrationsschwierigkeiten, Gedächtnisverlust, Müdigkeit und Reizbarkeit.
Andere Symptome: Grippeähnliche Beschwerden (Muskelschmerzen, allgemeines Unwohlsein), Nasenbluten, Störungen des Immunsystems und Herzrhythmusstörungen.
Menschen mit einem geschwächten Immunsystem (z. B. Transplantationspatienten, HIV-Patienten, Krebspatienten) sind anfälliger für Infektionen. Chronische und langfristige Exposition kann zu schwerwiegenderen und schwieriger zu behandelnden Gesundheitsproblemen führen. Da Stachybotrys chartarum ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko darstellt, sollte ein Befall in Innenräumen nicht auf die leichte Schulter genommen werden.
Der Pilz wächst bevorzugt auf zellulosehaltigen Materialien (Tapeten, Gipskarton, Holz) nach massiven Wasserschäden. Aufgrund seiner hohen Toxizität wird ein Befall in Wohnräumen nach aktuellen Richtlinien (UBA-Schimmelleitfaden 2024/2026) oft in die höchste Schadensklasse (Kategorie 3) eingestuft, was eine sofortige fachgerechte Sanierung erforderlich macht. Bei Verdacht auf diesen Schimmelpilz oder bei großflächigem Befall sollte unbedingt ein Fachmann für Schimmelpilzsanierung hinzugezogen werden. Betroffene Räume sollten gemieden und der Kontakt mit dem Schimmelpilz (direkt oder über die Luft) vermieden werden. Bei Auftreten der genannten Symptome ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen und diesen über den Schimmelbefall zu informieren.

